Heilpraktiker Berufs-Bund


Frühjahrszeit - Heuschnupfenzeit

Allergien nicht heilbar? Heuschnupfen nicht heilbar?

Frühjahr und Sommer nahen und damit der Beginn der allergischen Erscheinungen, der Beginn des sogenannten Heuschnupfens. So wie niemand die Feststellung treffen kann, daß Allergien, daß Heuschnupfen nicht heilbar seien, so kann natürlich auch niemand ein Heilungsversprechen abgeben. Tatsache ist aber, daß sehr vielen Betroffenen mit sanften und natürlichen Heilweisen geholfen werden kann. Der Heilpraktiker mit seinen natürlichen Heilweisen bietet zahlreiche Möglichkeiten, das Beschwerdebild von der Ursache her anzugehen und auf sanfte Weise Hilfe zu bringen. Zunächst ist aus meiner Sicht festzustellen, daß nicht die Pollen die eigentliche Ursache sind, welche zum sogenannten Heuschnupfen führen. Die Pollen sind lediglich ein Auslöser, die im "geschwächten Organismus", welche Grundlage hierzu auch immer geführt hat, ihr "Unwesen" treiben. Um eine erfolgreiche Behandlung zu ermöglichen, wird also der Heilpraktiker zusammen mit dem Patienten zu ermitteln versuchen, warum es zu dieser Reaktionslage des Körpers kommen konnte, welche Ursachen gegeben sind. Und diese können sehr vielseitig sein: Als Erstes gilt es die Konstitution des Betroffenen zu ermitteln, d. h. also festzustellen, welche Anlagen, welche Stärken und welche Schwächen mit in das Leben gebracht wurden, welche früheren Krankheiten und psychischen Belastungen Einfluß genommen haben könnten und hierdurch möglicherweise eine Disposition für das Krankheitsgeschehen geschaffen wurde.

Es gilt festzustellen, wann und unter welchen Umständen und möglichen psychischen und körperlichen Einflüssen das Krankheitsgeschehen einmal begonnen hat. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen: Eine Patientin leidet seit vier Jahren regelmäßig unter Heuschnupfen mit schwersten Erscheinungen. Alle bisherigen Behandlungen blieben erfolglos, hierunter auch naturheilkundliche Verfahren. Die ausführliche Erörterung und die Rückblende in das Leben der Patientin ergab dann folgenden Sachverhalt:

Begonnen hatte es während einer Urlaubsreise. Sie befand sich mit ihrem Ehemann auf einem Spaziergang. Es war ein herrlicher Sonnentag. Alles stand in voller Blüte. Während dieses Spazierganges überraschte sie ihr Mann ohne Vorankündigung mit der Botschaft, daß er sich von ihr trennen werde. Für die Betroffene naturgemäß eine Schocksituation. Es ergab sich, daß nach diesem Geschehen die Heuschnupfenkrankheit begonnen hatte. Hier lag also die Lösung des Problems. Die Patientin wurde klassisch-homöopathisch behandelt und vollkommen von ihren Beschwerden dauerhaft befreit. In einem anderen Fall kann eine Impfung Ursache für das allergische Geschehen sein, wieder in einem anderen Falle kann eine durchgemachte Antibiotikabehandlung und wieder in einem anderen Fall kann ein vollkommen anderes Krankheitsgeschehen die Ursache sein. Es geht also auch bei dem Heuschnupfen nicht darum, den Heuschnupfen zu behandeln und zu bekämpfen, sondern die Ursache zu ermitteln und hierauf die Behandlung aufzubauen. Aber auch für das Akutgeschehen hat die Naturheilkunde viele Möglichkeiten anzubieten, um die Patienten über diese Phase gut hinwegzubringen. Eine hervorragende Möglichkeit bietet unter anderem die Eigenblutbehandlung mit und ohne zusätzliche homöopathische Arzneimittel. Nur richtig muß sie gemacht werden. Es kommt immer ganz individuell auf den einzelnen Patienten an, wie und in welchem Umfange die Eigenblutbehandlung dosiert wird.

Wer regelmäßig "seinen Heuschnupfen zu einer bestimmten Zeit bdekommt, ist gut beraten, bereits rechtzeitig vor dem Zeitpunkt eine Eigenblutinkektion in kleiner Dosierung in Anspruch zu nehmen. Richtig durchgeführt kann u.U. der Ausbruch des Heuschnupfens verhindert oder minimiert werden.

Die Behandlung mit dem eigenen Blut bietet auch unterschiedliche Variationen an, die sachgerecht für den einzelnen Patienten differenziert ausgewählt werden. Vollkommen fehl am Platze ist zu sagen viel hilft auch viel. Die Naturheilkunde arbeitet mit möglichst geringen Dosierungen: Kleine Reize fördern, mittlere Reize hemmen, starke Reize stören oder schaden gar. Wichtig ist, daß nicht irgendeine Naturheilweise zur Anwendung kommt, sondern daß diese auch sach- und fachgerecht nach individuellen Kriterien durchgeführt wird. Hierfür ist in besonderer Weise der Heilpraktiker geeignet, da er aufgrund seiner Ausbildung von vornherein auf die Anwendung naturheilkundlicher Heilweisen nach Ursachenkriterien ausgebildet ist und nicht nach schulmedizinischen Denkansätzen, wenngleich der Heilpraktiker diese im Einzelfall auch als Selbstverständlichkeit berücksichtigt. Die Klassische Homöopathie wurde oben bereits als eine der wichtigen Säulen auch zur Behandlung von Allergien genannt. Auch die Akupunktur, zweckmäßigerweise nach der traditionell chinesischen Medizin, bietet hervorragende Möglichkeiten, das Geschehen positiv zu beeinflussen. Zahlreiche homöopathische und pflanzliche Mittel stehen gerade auch für die akute Phase zur Verfügung. Aber auch hier gilt nicht, dieses oder jenes Mittel mit der Indikation "gegen ..." einzusetzen. Auch hier wird der Heilpraktiker erst individuell prüfen, welches Mittel gerade für diesen oder jenen Patienten geeignet ist. Es gilt ja nicht, und dies kann nicht oft genug wiederholt werden, eine Krankheit zu behandeln, sondern einen kranken Menschen und dies ist etwas anderes. Außer den genannten Therapieverfahren bietet die Naturheilkunde auch noch andere Möglichkeiten an. Hervorragend geeignet in vielen Fällen ist die sogenannte Angewandte Kinesiologie, die gerade in den letzten Jahren immer mehr erfolgreich zum Einsatz kommt. Auch die Medizinische Heilhypnose bietet sehr gute Möglichkeiten.

Autor:
Bernd Schmidt, Heilpraktiker

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