Heilpraktiker Berufs-Bund

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Shiatsu mit Farben

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Wie kommt es zu der Wirkung durch Farben?

Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir zunächst einmal Betrachtungen darüber anstellen, was Farbe ist. Farbe ist Schwingung. Schwingung entsteht durch ein Wechselspiel von unterschiedlichen Einflüssen. In diesem Fall ist es das Zusammenspiel von Licht und Dunkelheit.

Nach Goethes Auffassung entstehen Farben, wenn Licht in Dunkelheit oder Dunkelheit in Licht fällt. Im Gegensatz dazu vertrat Newton die Auffassung, das alle Farben im Licht enthalten sind. Er sah die Dunkelheit als das Nichts und damit als nicht existent an. Einer ganzheitlichen Auffassung entspricht es, wie Goethe, das Nichts oder die Dunkelheit auch als eine Realität anzuerkennen.

Die Wirkung von Licht und Dunkelheit kann man z.B. an einem Prisma beobachten wenn Licht hinein fällt, im Prisma umgeleitet und nach außen abgestrahlt wird. Durch die Brechung des Lichtstrahls fällt Licht in Dunkelheit und Dunkelheit in Licht. (Nach der Newton'schen Auffassung werden durch die Brechung die im Licht enthaltenen Farben sichtbar.)

  • Fällt Licht in Dunkelheit, entstehen die sogenannten kalten Farben violett und blau.
  • Fällt Dunkelheit in Licht, entstehen die warmen Farben orange und gelb.
  • Violett wird eine reinigende Wirkung zugeschrieben (Licht erhellt das Dunkle).
  • Orange wird nachgesagt, daß es die geistige Unterscheidungsfähigkeit stärkt (das Dunkle fällt ins Licht).

Diese Wirkungen können wir auch am Himmel beobachten. Die Sonne ist das Licht und der schwarze Weltraum die Dunkelheit. Wenn die Sonne am Himmel scheint, erhellt sie die Erdatmosphäre, die vor dem schwarzen Weltraum liegt. Dadurch erscheint der Himmel bei viel Sonnenschein blau und violett wenn die Kraft der Sonnenstrahlen gering ist. Umgekehrt sehen die Astronauten die Erde blau, weil die hellere Atmosphäre vor der dunklen Erde liegt. In beiden Fällen ist die Atmosphäre, die aus Gasen besteht eine Art Grauzone, die von der Sonne erhellt wird.

Wenn wir in die Sonne schauen, erscheint sie uns am Himmel gelb. In diesem Fall liegt das schwarze All vor dem Licht und dunkelt es ab. Je schwächer die Sonne scheint, um so stärker wirkt die trübende Dunkelheit des Alls. Es entsteht die Farbe orange, wie wir sie vom Sonnenuntergang kennen.

Grün entsteht durch die Mischung von Gelb und Blau. Das Rot tritt hervor, wenn Orange und Violett aufeinander Treffen. Die anderen Farben entstehen aus der Mischung dieser Farben. Bildet man einen zwölfteiligen Farbkreis aus diesen Farben mit ihren Mischungsverhältnissen, so hat man die Farbuhr von Goethe vor sich liegen.

Im Shiatsu kennt man, genau wie in anderen Bereichen der östlichen Medizin, die Organuhr. Auf ihr ist jedem der 12 Hauptmeridiane eine bestimmte Uhrzeit zugeordnet.

Legt man Organ- und Farbuhr aufeinander, so kann man darauf ablesen, welche Farben welche Meridiane ansprechen. Das hellste Gelb wird dabei auf zwölf Uhr Mittags gelegt, weil zu dieser Zeit die Sonne am höchsten steht. Die Farbe, die auf der aktiven Zeit des Meridans liegt, regt den Meridian an, die gegenüberliegende beruhigt ihn.

Erinnern wir uns daran, daß Meridiane Energieleitbahnen sind, durch die die Lebensenergie fließt. Farbe ist Schwingung, die aus der Wechselwirkung von Licht und Dunkelheit entsteht. Die Lebensenergie wirkt durch die Wechselwirkung der ab- und aufbauenden Kräfte von Yin und Yang.

Nun ist es sicher leicht zu verstehen, daß die Schwingung der Farbe die Energie im Meridian (der Energieleitbahn) in Bewegung bringen kann

Die "richtige" Farbe findet man durch die Diagnose von kyo und jitsu der Meridiane und der Beachtung der 5 Elementen Lehre. Erinnern wir uns: Bei Kyo ist der Meridian im Zustand der Leere, er braucht die anregende Farbe. Jitsu ist der Zustand der Fülle, der Meridian braucht die beruhigende Farbe.

Hierbei dürfen wir nicht vergessen, das die Meridiane auch durch ein Beziehungssystem der Elemente miteinander verbunden sind, das grundsätzlich zu beachten ist. Wenn zum Beispiel die Schwäche des Feuers durch die Fülle des Wassers entstanden ist, ist es besser, das Wasser zu beruhigen, als das Feuer anzuregen. In diesem Fall würde ich also nicht mit gelb oder gelb-orange, sondern mit den Komplementärfarben des Wasserelements (blau und blaugrün) arbeiten. Die Körperstellen, an denen die Farben aufgetragen werden richten sich nach dem Ort der Energieblockierung und müssen individuell lokalisiert werden.

Menschen, die sich schon längere Zeit mit der östlichen Medizin beschäftigt haben, Fragen sich vielleicht an dieser Stelle, was mit der traditionellen Zuordnung der Farben zu den Meridianen ist.

  • Violett = Metall,
  • Braun = Erde,
  • Rot = Feuer,
  • Schwarz = Wasser,
  • Blau = Holz,
  • Grün = Schutzsystem.

Es hierzu möchte ich an dieser Stelle nur kurz anmerken:
Die traditionelle Farbzuordnung entsprecht dem Element, während die oben beschriebenen Farben anregende und beruhigende Wirkungen haben, aber nicht dem Element selbst entsprechen.

Die Dreiheit der kosmischen Ordnung spiegelt sich auch in Beziehung zu den Farben.

An dieser Stelle ist es notwendig noch auf zwei weitere "Farben", die im eigentlichen Sinne keine Farben sind, hinzuweisen:

Weiß und Schwarz!

Weiß entspricht dem Licht, Schwarz der Dunkelheit.

Weiß ist in seiner Schwingung komplett, es kann keine andere mehr in sich aufnehmen. Deshalb strahlt weiß alle auf uns zukommenden Schwingungen ab. Es ist die beste Farbe für einen Arzt oder Heiler, da sie ihn vor fremden Schwingungen schützt.

Schwarz entspricht der Dunkelheit. In ihr ist nichts enthalten, daß heißt sie nimmt alle Schwingungen von außen auf.

Im Spirituellen wird diese Farbe oft von Führern benutzt um auszudrücken, das sie vom Licht zurück treten, um ihre Schüler und die ihnen anvertrauten vorzulassen. Sie subtrahieren sich sozusagen von Gott um ihre innere Haltung und Demut zu zeigen an die letzte Stelle treten zu wollen.

Oft wird diese Farbe auch von Menschen bevorzugt, die im Moment nicht wissen, in welche Richtung sie sich in ihrem Leben orientieren, was für sie Sinn oder Aufgabe im Leben ist. Durch die Aufnahme aller Schwingungen (man weiß ja nie genau, was man sonst alles braucht) entsteht jedoch eine Schwinnungsüberflutung, die in der Regel die Entscheidungsschwierigkeit verstärkt. Hier sind helle Farben und besonders die Orange-Töne zu empfehlen. Orange-Töne helfen die Unterscheidungsfähigkeit zu stärken und regen das Wasserelement an. Das Wasserelement hilft uns im Fluß mit dem Lebensrhythmus zu bleiben. Eine Stagnation im Wasserelement geht oft mit Nieren- und Blasenschwäche einher. Schwarz wurde meist von Hexen und Magiern bevorzugt, um besser alle Energien von außen aufzunehmen und zielgerichtet umzuleiten.

Durch die Wahl meiner Kleidung kann ich bestimmte Energien anregen oder beruhigen. Sind die Ursachen von Blockaden mehr im feinstofflichen Bereich zu finden, reicht es schon aus, die Farben bewußt in bestimmte Körperzonen zu denken, um sie aufzulösen. Farben schlagen eine Brücke zwischen der grobstofflicheren und feinstofflicheren Energiearbeit.

Almut Resoma, Heilpraktikerin

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