Heilpraktiker Berufs-Bund

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Penzel - Akademie ist akademische Lehreinrichtung Hubei - Universität

Penzel - Akademie ist akademische Lehreinrichtung Hubei - Universität

Von Sabine Weiße, HEYEN

Eine solche Ehre ist noch keinem privatwirtschaftlichen Unternehmen in Europa zuteil geworden: 
Die von Günter Köhls geführte Penzel - Akademie ist zur akademischen Lehreinrichtung der Hubei - Universität im chinesischen Wuhan ernannt worden. Zunächst auf fünf Jahre angelegt, soll die Zusammenarbeit „die Freundschaft zwischen beiden Staaten stärken und zur Förderung des TCM-kulturellen Austausches zwischen China und Deutschland beitragen“, so die Kooperationsvereinbarung.

Bericht APM20

Kooperationsvertrag: 
Prof. Chen Changhong und Günter Köhls tauschen die Urkunden aus

Konkret: 
Es geht um Forschung, akademischen Austausch, um die Zusammenarbeit in der wissenschaftlichen Information und Publikation. Im Beisein zahlreicher Vertreter aus Politik, Wirtschaft, örtlichen Medizinerkreisen und Berufsverbänden sowie Weggefährten und engen Freunden des Ehepaares Köhls wurde im Gesundheitszentrum der Vertrag zwischen der Europäischen Penzel-Akademie und hochrangigen Vertretern des Hubei College für chinesische Medizin unterzeichnet. Diesem Akt vorausgegangen waren über einen Zeitraum von gut zehn Jahren immer wieder durchgeführte akademische Foren in Deutschland und China, Lehrtätigkeiten und wissenschaftliches Publizieren in beiden Ländern.

Treibende Kraft dieses Austausches war Professor Liu Jin, ehemalige ärztliche Leiterin der TCM-Abteilung des Bathildis-Krankenhauses in Bad Pyrmont. Sie hatte den Kontakt zu ihrer Mutter-Universität in Wuhan und der mittlerweile in 24 Ländern der Welt vertretenden Penzel-Akademie hergestellt und kontinuierlich ausgebaut.

„Dass man mit einer Methode wie der Akupunkt-Massage Heilerfolge erzielen kann, war für mich zunächst ein Wunder“, erinnerte sich Professor Liu an ihre erste Begegnungen mit dieser Therapieform – die sich zwar im Regelwerk weitgehend mit der TCM-Philosophie und dem zentralen Begriff der „Lebensenergie“ deckt, aber statt der Stimulation einzelner Punkte mittels Akupunkturnadeln auf massierende Reize entlang der Meridiane setzt. Ihre anfängliche Skepsis wich bald tiefem Respekt und der Überzeugung, dass TCM und APM sich gegenseitig befruchten würden.

In den Folgejahren war Günter Köhls mehrfach im Herkunftsland der Akupunktur zu Gast, um über die in den 1970-er Jahren von Willy Penzel konzipierte „europäische Variante der Akupunktur“ zu referieren. An der 1958 gegründeten TCM-Universität in Wuhan, einer der berühmtesten Einrichtungen innerhalb Chinas, hielt der Heilpraktiker und APM-Experte Vorlesungen vor Lehrenden und Studierenden. „Meine Vorträge und Behandlungen vor 400 bis 500 Studenten wurden simultan in sieben Sprachen übersetzt und per Video in Nachbarsäle übertragen.“

Als Anerkennung für seine Dozententätigkeit folgte an diesem Tag eine zweite Ehrung: 
Aus den Händen von Professor Chen Changhong, Direktor des internationalen Büros der Hubei-Universität, erhielt Günter Köhls eine Berufungsurkunde zum Honorar-Professor. Erster Gratulant war Professor Li Hanxin, Direktor für die internationalen Veröffentlichungen. „Wir wünschen uns sehr, dass durch die Kontakte nach Heyen die TCM außerhalb Chinas noch stärker an Popularität gewinnt und als ganzheitliche Methode der Gesundheitspflege und Vorbeugung bekannter wird“, so Professor Chen Changhong.

Bericht APM12

Chen Changhong übergibt Ernennungsurkunde

Und was kann der frisch ernannte TCM-Professor aus dem Weserbergland den Chinesen beibringen? Auf diese salopp gestellte Frage eines lokalen Radiosenders antwortete Günter Köhls: „Etwa, dass Operations- oder Verbrennungsnarben über das körperumspannende System der Mediane ungünstige Fernwirkungen ausüben und Organe negativ beeinflussen können.“

BerichtAPM16

Köhls freut sich über eine Ginsengwurzel von Prof. Li Hanxin 

Auch die Therapie über die Ohrmuschel, ein zentrales Element der APM, sei in China völlig unbekannt. Die nun offiziell besiegelte Kooperation bewertet Köhls als „großen Imagegewinn und als Ausdruck für die allgemeine Anerkennung der Penzel-Methode.“ Er ist überzeugt: „Von der Zusammenarbeit werden die TCM und die APM, werden China und Europa profitieren.“

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