Heilpraktiker Berufs-Bund

Heilpraktiker Berufs-Bund

Die armen Patienten

"Gröhe will den Labermediziner", heißt es in der Überschrift eines Artikels in DocCheck vom 07.09.2017.

Unter anderem heißt es auschnittweise:

"Das Bundesministerium für Gesundheit plant still und leise eine große Umwälzung. Es möchte unter der Überschrift „Psychotherapie“ einen neuen Heilberuf zulassen. Ein Mini-Heilkundler soll die Patienten-Kommunikation übernehmen und sie psychosozial und pharmakologisch betreuen.

Deutschland hat ein bewährtes und preiswertes Gesundheitssystem, das weltweit seines Gleichen sucht. Während derzeit Heilpraktiker und Homöopathie als Gefahr für eine verantwortungsvolle und evidenz-basierte Medizin in aller Munde sind, plant das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) still und leise die viel tiefgreifendere Neuordnung des Gesundheitswesens.
Ein nur basal ausgebildeter, neuer Arzt-paralleler Heilberuf soll das „Sprechen“, die Patienten-Kommunikation und die Steuerungsfunktion im Gesundheitssystem aus der ärztlichen Versorgung ausklammern und übernehmen. Nach einem neu zu entwickelnden Studium, das etwas von Psychotherapiewissenschaft mit Pharmakologie im Nebenfach hat, soll der neue Heilberufler dann für alle Gesundheitsstörungen mit Krankheitswert umfassend kurativ, präventiv und rehabilitativ tätig sein, Überweisungsrecht haben und Medikamente verordnen.

Dieses Thema wird vom BMG wie eine Verschlusssache behandelt: Öffentliche Diskussion sind nicht erwünscht. Kritische Auseinandersetzung mit Fachkreisen sollen vermieden werden…"

Gerade die Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker sind die Berufenen, die neben den Ärzten verantwortungsvoll mit Sachverstand und Zeit für die Patienten da sind.

Herr Gröhe stellt im übrigen mit dieser Initiative den Ärzten ein schlechtes Zeugnis aus. 

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Angriff auf die Gesundheit und freie Entscheidung der Patienten

Ein Memorandum gegen die Tätigkeit der Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker würde letztlich die Patienten treffen, die Hilfe bei den Heilpraktikern suchen und diesen vertrauen.

Unter dem Titel "Weg mit den Heilpraktikern" berichtet die Ärztezeitung über ein sogenanntes Münsteraner Memorandum, welches auch in der Presse insgesamt Niederschlag fand. Unter der Leitung von Bettina Schöne-Seifert, Professorin für Medizinethik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, wird die Abschaffung des Heilpraktikerberufes gefordert.

Belegt werden diese Forderungen durch persönliche Ansichten, irreführende und fehlerhafte Darstellungen des Heilpraktikerberufes und der Heilpraktikertätigkeiten mit pauschalen Vorwürfen.

All das wohlwissend, daß Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker in millionenfachen Patientenkontakten hilfesuchenden Menschen geholfen haben, Krankheiten zu überwinden, zu heilen, zu lindern. Darunter Menschen, die manchen Leidensweg durch schulmedizinische Behandlungen hinter sich hatten.

Frau Bettina Schöne-Seifert bedarf wahrscheinlich einer Prüfung ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten, um ihr selbst aufzuzeigen, welchen Unsinn sie von sich gibt. Man muß ihr jeglichen Blick für die Realität aberkennen. Liegen vielleicht mangelndes Selbstvertrauen und mangelndes Selbstwertgefühl vor? Hat sie sonst keine Möglichkeit , sich in Szene zu setzen, als Patienten die Hilfe durch Heilpraktiker zu nehmen?

Man kann ja immer und über alles diskutieren, jedoch bietet Frau Professorin keine sinnvolle Grundlage hierfür.

Wir Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker verwahren uns gegen derartige unbegründete Angriffe, lassen uns dadurch aber in unserer täglichen verantwortungsvollen Arbeit nicht beeinflussen.

Über unsere Tätigkeit entscheidet die übergroße Mehrheit der zufriedenen Patientinnen und Patienten.

Nachfolgend veröffentlichen wir eine differenzierte Stellungnahme von Heilpraktiker Karl F. Liebau, ehemaliger Chefredakteur des großen Fachorgans "Naturheilpraxis":

Münsteraner Memorandum Heilpraktiker
Man spürt die Absicht und … sonst nichts

Ein Kommentar von Karl F. Liebau

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Preisbindung verstößt gegen Unionsrecht

Deutsche Preisbindung bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln verstößt gegen Unionsrecht

Der Gerichtshof der Europäischen Union hat entschieden, daß die deutsche Preisbindung bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln gegen das Unionsrecht verstößt.

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Heilpraktiker - Rechtsgrundlagen

Die Tätigkeit der Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker unterliegt zahlreichen rechtlichen und freiwilligen Grundlagen und Einschränkungen. Als in einem freien Beruf verantwortlich Tätige unterstellen sich die Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker einer selbstverständlichen Selbstkontrolle.

Einige wesentliche Grundlagen seien nachfolgend mit entsprechenden Links aufgelistet.

Sorgfaltspflichturteil BGH
1.
Ein Heilpraktiker verletzt seine Sorgfaltspflicht, wenn er die Voraussetzungen fachgemäßer Behandlung und Diagnose nicht kennt oder nicht beachtet.

2.
An ihn sind bei der Vornahme invasiver Behandlungsmethoden die gleichen Sorgfaltspflichten zu stellen wie an einen Allgemeinmediziner.

Sorgfaltspflichturteil

Arzneimittelgesetz Arzneimittelgesetz - Glossar

Hygieneverordnungen Hygieneverordnungen der Länder

Infektionsschutzgesetz Infektionsschutzgesetz

Heilmittelwerbegesetz Heilmittelwerbegesetz

Patientenrechtegesetz Patientenrechtegesetz

Berufsbild Berufsbild

Berufsordnung Berufsordnung

Ethikrichtlinie Ethikrichtlinie

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