Heilpraktiker Berufs-Bund

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Auch bei Krankheit ein selbstbestimmter Mensch bleiben

... der Weg vom duldsamen Patienten zum bewussten Conscienten

Wenn erwachsene Menschen erkranken, dann werden sie plötzlich wieder klein und hilflos wie ein Kind. Während bei der Anschaffung von Dingen des täglichen Gebrauchs noch auf Augenhöhe informiert, verglichen und gefeilscht wird, verfällt man im Krankheitsfall in den Status „Patient“. Wie die lateinische Übersetzung patiens (geduldig, aushaltend, fähig zu ertragen) schon besagt, wartet man dann geduldig in den Praxen und erträgt das, was einem an Medikamenten oder Maßnahmen vorgesetzt wird.

Allerdings ist es auch nicht ganz einfach, sich selbst bezüglich seines Heilungsgeschehens einzubringen. In der Allgemeinmedizin wird man häufig entweder kaum informiert oder in einem unverständlichem Insider-Latein im Dunkeln belassen. Zudem ist die Zeit des Arztes und dessen Heilungsspielraum durch kassenärztliche Vorgaben begrenzt. Wer dennoch auf vernünftige Information beharrt, sieht sich schnell einem genervten Arzt gegenüber. Wer empfohlene Medikationen oder Therapiemaßnahmen nur zögerlich annimmt oder gar verweigert, verkürzt damit seinen Aufenthalt in der Praxis oder dem Krankenhaus drastisch.

Betrachtet man die gängige therapeutische Praxis im Kern, läuft es meistens auf folgendes hinaus: Inspizieren und visualisieren des Körpers ... abwarten ... regelmäßig beobachten und chemisch oder operativ eingreifen, sobald es nicht besser wird oder sich verschlechtert. Selbst sogenannte Prophylaxe-Maßnahmen bestehen zumeist nur aus regelmäßigen Inspektionen, also dem Prinzip regelmäßig beobachten.

Aber aus welchem Grund sollte etwas nur vom Beobachten besser werden oder vermeidbar sein? Wenn ansonsten alles bleibt wie es ist? Wenn also die Rahmenbedingungen und die Basis dessen, woraus die Krankheit entstanden ist, unverändert bestehen bleibt? Kommen Krankheiten aus heiterem Himmel? Unabhängig von uns und unserer Umwelt? Erwischt es uns zufällig und ist es genauso Zufall, wenn uns die Krankheit wieder verlässt? Aus dieser Perspektive macht untersuchen ... abwarten ... beobachten natürlich Sinn. Das darüber hinaus gehende, allgemeine Ursachenverständnis lässt sich in etwa folgendermaßen zusammenfassen:

  1. Bakterien und Viren verursachen Krankheiten. Daneben gibt es noch ...
  2. ein autoimmunes Krankheitsgeschehen, was bedeutet „krank ohne Erreger“ und somit Erstens als Ursache bereits konterkariert oder eine Krankheit ist ...
  3. idiopathisch, was auf Deutsch soviel heißt wie „keine Ahnung, woher sie kommt“

Die Krankheitsursache auf Bakterien und Viren zu schieben, ist in etwa so pfiffig wie die Aussage: Der Löwe ist schuld am Tod der Gazelle! Denn letztendlich ist eine langsame, schwache, unachtsame oder gar dämliche Gazelle in der afrikanischen Savanne schlichtweg für ihre Umwelt zu dämlich, langsam, schwach oder unachtsam! Das gleiche Prinzip gilt uneingeschränkt auch für Menschen und Bakterien, die Löwen des Mikrokosmos, bei denen Menschen auf der Speisekarte stehen.

Unter dem Strich ist also die allgemeine, medizinische Ursachenkompetenz und damit das Mainstream-Heilungsverständnis unserer Gesellschaft etwas dürftig. Demzufolge ist es auch nicht verwunderlich, dass ein Skalpell oder ein chemisches Arzneimittel als Heilmittel angesehen werden. Sowohl Skalpell und chemische Arzneimittel haben natürlich ihre Berechtigung - allerdings nicht als Heilmittel, sondern als lebensrettende Notmaßnahmen. Schließlich kommt ein Skalpell erst dann zum Einsatz, wo Heilungsmaßnahmen vorher versagt haben oder Heilung infolge eines geschwächten Organismus oder Unfallursachen gerade nicht möglich ist. Aber wie soll man auch etwas effektiv heilen, wenn man keine „vernünftige“ Ahnung davon hat, weshalb es überhaupt krank wurde?

Heilung geht über das blosse Beseitigen von Symptomen weit hinaus. Wirkliche Heilung beseitigt Ursachen, tilgt Ängste, verschafft Menschen Klarheit und stärkt ihr gesamtes Wesen. Wirkliche Heilung macht Menschen besser, stärker, stabiler, flexibler. Wirkliche Heilung fördert unser Wachstum, damit wir unseren Aufgaben im Leben als auch unserer Umwelt in Form von Viren, Bakterien aber auch unseren Mitmenschen, von denen sich manche ähnlich einem Erreger verhalten, gewachsen sind. Wirkliche Heilung ermöglicht es, sich selbst zu finden und letztendlich erfolgreich sein Ding zu machen und ein ausgefülltes, glückliches Leben zu führen.

Naturheilkunde und Alternativmedizin bieten hier ein unglaubliches Heilungsspektrum, womit Menschen in all den oben beschriebenen Heilungsphasen unterstützt und angeleitet werden können. Allerdings findet sich dieses Heilungsspektrum in Form von mehr als 150 verschiedenen Therapieformen, mit unterschiedlichster Methodik vom Blutegel über Bachblüten und Homöopathie bis zum Geistheiler wider. Die riesige Heilungsbandbreite versickert damit im „heil-losen“, für normalsterbliche Patienten kaum nachvollziehbaren Gewirr an Therapieangeboten. Welcher Laie kann schließlich nachvollziehen, welcher Therapeut mit welchem Verfahren für welche Krankheit geeignet ist? Und welcher Therapeut will wirklich behaupten, dass sein Verfahren den besten Zugang zu allen Krankheiten als auch zu allen Individuen bietet?

Dieser Mangel an Transparenz lässt Menschen erneut als Patient mit den bereits zitierten Eigenschaften des Geduldigen und fähig zu Leidenden im Dunkeln. Nur das man sich in diesem Fall einem Heilpraktiker ausliefert, bei dem man im Vorfeld nicht weiß, ob er einem tatsächlich helfen kann bzw. ob man geschröpft wird, durchs kalte Kneipp-Wasser waten muss oder lediglich ein homöopathisches Zuckerkügelchen verordnet bekommt. Hier könnte man sich organisatorisch von der Allgemeinmedizin eine Scheibe abschneiden. Das System eines Allgemeintherapeuten, der für weiterführende und tiefergehende Heilungsprozesse an einen Fachkollegen überweist, wäre hier sicherlich bereichernd. Doch dafür müsste erstmal innerhalb der Naturheilkunde und Alternativmedizin die linke Hand wissen, was die rechte Hand auf welche Weise zu tun vermag. Was weiß und hält beispielsweise ein Anhänger des Baunscheidtierens von einem Homöopathen und was weiß und hält ein Homöopath von einem Geistheiler? - pikanterweise vor dem Hintergrund, das die Essenz seines Heilmittels nicht mehr körperlich sondern nur noch geistig ist!

Ziel sollte es sein, die Heilungsbandbreite der Natur- und Alternativmedizin effektiv für unsere Gesellschaft zu erschließen. Ferner sollte es erklärtes Ziel werden, Menschen ein Heilungsgrundwissen zu vermitteln, damit diese auf Augenhöhe mit Therapeuten die eigene Gesundheit aktiv mit gestalten können. In unserer Gesellschaft lernen Heranwachsende durchgängig zwischen 9 bis 17 Jahren an Schulen und Hochschulen, bevor sie auf die Menschheit losgelassen werden. Mit dem bisherigen Ergebnis, dass sie in dem im wahrsten Sinne des Wortes lebenswichtigen Bereich Gesundheit nach wie vor wie ein kleines, dummes Kind vor dem Arzt stehen.

Diesen Zielen ist die Webseite Consciana gewidmet. Sie zeigt einen Weg vom Patienten zum Conscienten (lat. Mitwissen, Bewusstsein) auf, der seinen Heilungsprozess aktiv unter Zuhilfenahme von Therapieangeboten nach eigenem Gusto gestalten kann. Dort findet sich ein einfaches, aber tiefgreifendes Grundverständnis der menschlichen Konstruktion und der daraus resultierenden Ursache/Lösung von Krankheiten. Therapeuten wie Laien werden damit u.a. nachvollziehen können, weshalb sich Krankheiten an einem bestimmten Organ auf eine bestimmte Art und Weise ausprägen. Darüber hinaus werden Heilungsgrundsätze sowie Heilungswege aufgezeigt, die weit über das blosse Beseitigen von Krankheitssymptomen zu einem selbstbewussten und glücklichen Leben führen.

Weitere Informationen ersehen Sie unter www.consciana.de

Christian Knittl, Consciana

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